Session XIV – Ereignisse übersetzen

Ein weitverbreitetes Vorurteil lautet: Lyrik kann man nicht übersetzen. Und doch geschieht es immer wieder, seit Jahrhunderten. Einfache ebenso wie komplexe lyrische Texte haben, und das macht sie für ÜbersetzerInnen wie für KritikerInnen gleichermaßen interessant wie problematisch, einen Hang zur Ambiguität. Doch fast immer ist eine Übersetzung eindeutiger als das Original. Hinzu kommt, dass jedes Gedicht ein Ereignis ist, das aus mehr als Wortbedeutung besteht, etwa aus Rhythmus und Zeilensprung, aus der Lautlichkeit und der Schriftbildlichkeit von Sprache. Auch diese Aspekte sind dem Gedicht immanent. Was geschieht mit ihnen beim Übersetzen? Und wie kann man das überhaupt kritisieren?
Im Workshop mit Marie Luise Knott im März wurden diese Fragen diskutiert, vor allem anhand von theoretischen Texten Walter Benjamins und Übersetzungsbeispielen der deutschen Ausgabe Welimir Chlebnikows (siehe auch Grund und Aussicht 4). Mit ihren Pecha Kuchas reagieren die TeilnehmerInnen darauf ihrer je eigenen Spur treu folgend.
Von dem Abend gibt es ein Video, das man hier abrufen kann.

Slata Roschal II

Was seht ihr in dem Spiegel klar

Daniel Ableev II

There is no Eisprung in the Schüssel, but…

Sara Hauser II

Überseezungen

Sibylla Vričić Hausmann II

Menschenhand an Dichtung legen

Irina Bondas VI

gegen Richtung (Bilder: Gleb Bas)

Michael Wolf VI

Pandemische Lyrik

Alexander Weinstock II

You drive me crazy | Du fährst mich verrückt

Dorotheé Leidig II

“Poetry is what gets lost in translation.” The Road Not Taken von Robert Frost.

Olga Lang VI

Über Lyrik in türkischer Sprache und ihre Übersetzungen auf lyrikline.org