Inzestbude

alles, was intern so abläuft: befreundete, verschwägerte und von uns geförderte Seiten, Debatten, das Beste aus den Feuilletons

Vermischtes

Hin und wieder wollen wir nicht vergessen, was die Akademie auch bewirkt hat, hier folgt also eine schlichte Aufzählung: May Mergenthaler bespricht Şafak Sarıçiçeks Band Im Sandmoor ein Android, Gregor Dotzauer überraschend Werner Herzog, den wiederum auch der Lyriker Markus Hallinger positiv besprach, Michael Braun widmet sich Volker Braun und Fahrad Showghi und zu guter Letzt hat sich auch der ehemalige Mitherausgeber Arndt Stofeuer wieder mal gemeldet.

Ukrainische Seiten und anderes zur Lage

Wer sich gerne informieren möchte (mithilde von Deepl/der Apple-Übersetzungsfunktion und anderen Tools ist das ja inzwischen nicht mehr so schwierig), wie ukrainische Kulturportale in Zeiten des Krieges arbeiten und was sie bewegt, der kann hier nachschauen: ChytomoPenUkrainerUkr. Kult. FondBirdinflight (ru)PlatformKrytykacultua, was. Hingegen scheinen sich russische Kulturportale nur noch im Ausland halten zu können. Colta hat seine Arbeit eingestellt, Medusa arbeitet vom Ausland aus. Die russischsprachige und deutsch sprechende Ukrainerin Yevgenia Belorusets, Tochter des berühmten Celan-Übersetzers und eine tolle Fotografin und Schriftstellerin, schreibt uns aus Kyiv im Spiegel, ein fortlaufendes Tagebuch. Derweil treibt die Kunst der Verstellung nicht nur in der Politik Blüten. Der Russischübersetzer Alexander Nitzberg  rät im Standart zur Ruhe und Besonnenheit angesichts der so unphilosophischen Aufregung um Krieg und Putin und dergleichen Getöse. Nun ja, von Standart zu doppelter Standart ist es ihm anscheinend nur ein Schritt, stand er doch erst vor kurzem artig ein als Alexander Nitz fürs Aufstehen. Worum ging es? Eine Demo! Da war es nicht nur „5 nach 12“, nein, wir lebten bereits, freilich wut-gemütlich beurteilt aus dem Wiener Caféhaus (aber mit eifrig erlernt wienerischem Akzent!), bereits in der „Apokalypse“. Dann ist plötzlich auch der Übersetzer aufgerufen, aufzurufen. Dass das Interview der FAZ nun als menschenverachtendes Sich-Andienern an Propaganda und nicht komplexe Reflexion des Philosophen erscheinen will, werden von daher einige vermutlich nachvollziehen können.