FREITAG 13.12. 19.30 im Haus für Poesie:

Pecha Kucha-Abend mit Irina Bondas | Eric Ehrhardt | Jan Kuhlbrodt | Regina Menke | Patty Nash | Marcus Neuert | Florian Neuner | Michael Wolf | Thomas Hashemi | Alexander Estis | Moderation Hendrik Jackson | Gastreferentin Daniela Strigl

Literaturkritik ist Dienst an den Lesenden, orientierend, informierend, wertend. Sie ist aber auch eine Auseinandersetzung des Kritikers mit seinem Gegenstand, versprachlichter Ausdruck ästhetischer Erfahrung und ihrer Refexion. Sie bringt Membranen hervor, die Schwingungen aufnehmen. Im Sinn der Etymologie des Wortes Text (von lat. textus = Gewebe, Gefecht) setzen sie sich aber zudem mit dem Umstand auseinander, dass jeder Text nicht nur aus Fäden, sondern immer auch aus Löchern besteht. Das Verstehbare, Benenn- und Beschreibbare steht neben dem, was dem eigenen Verständnis entzogenen ist. Der Workshop unter Beate Tröger stellte Fragen der Wertung in den Vordergrund – ästhetische Erfahrung trat dabei in den Hintergrund: Kritik ist Gespräch mit dem Text, mit der Sprache. Dieser Prozess ist prinzipiell unabschließbar. Darauf beziehen sich die Pecha Kuchas. Daniela Strigl gibt überdies einen Ausblick auf den kommenden Workshop: Kritik innerhalb und außerhalb der „Szenen“.

Die Akademie zur Lyrikkritik ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Plattform lyrikkritik und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Irina Bondas I

Poesiekritik der Nachbarn: von vorgeschriebenen Grenzabständen über Teilflächen bis zum Hammerschlags- und Leiterrecht

Michael Wolf I

Einige haltlose Vorschläge

Eric Ehrhardt I

Zu Oswald Eggers Monadologie des Gedichts

Florian Neuner I

Kritik der Kritik der (Lyrik-)Kritik